Feuerwehr Triptis

Maßgeschneidertes Fahrzeug für Triptiser Feuerwehr


Die Freiwillige Feuerwehr Triptis hat am Samstag [27.11.2010] ihr neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20/16 feierlich in Betrieb genommen. Zuvor hatte der katholische Pfarrer Werner Ciopcia die gut 380 000 Euro teure Neuanschaffung geweiht.

Triptis. "Das ist ein maßgeschneidertes Fahrzeug mit allen Raffinessen", sagte Bürgermeister Berthold Steffen (Freie Wähler). Eine Gruppe Feuerwehrleute um den stellvertretenden Stadtbrandmeister Alexander Leidhold habe über Wochen in ihrer Freizeit die Ausstattungsmerkmale bestimmt, sodass sich die Stadt die meist zehn Prozent vom Anschaffungspreis betragenden Planungskosten sparen konnte, würdigte der Bürgermeister. Das Feuerwehrauto mit einem MAN-Fa hrgestell durfte die Firma Rosenbauer in Le onding (Österreich) nach erfolgter europaweiter Ausschreibung mit einem Aufbau versehen. Der Wasser- und Schaumwerfer befördert maximal 2400 Liter pro Minute. 2000 Liter Wasser und 200 Liter Schaummittel werden mitgeführt. Das Fahrzeug verfügt u.a. über eine hydraulische Seilwinde, eine Rückfahrkamera, eine automatisch öffnende Schwenktreppe unterhalb der Mannschaftsraumtüren, eine Tauchpumpe, eine Wärmebildkamera, ein Atemschutznotfall- und ein Nottüröffnungsset sowie einen medizinischen Notfallrucksack.

 

"Und das Schöne ist, wir haben das Fahrzeug bereits bezahlt", sagte Berthold Steffen, bevor ihm Christoph Eichelkraut von der Firma Rosenbauer den Autoschlüssel übergab, den er an Wehrleiter Stefan Eitner weiterreichte. An den Anschaffungskosten beteiligten sich der Freistaat Thüringen mit 125 000 und der Saale-Orla-Kreis mit 35 000 Euro. Das Ortsoberhaupt erinnerte daran, dass die Kameraden ihren Dienst freiwillig und in ihrer Freizeit verrichten, weshalb die Stadt ihnen anständige Technik schulde. Insgesamt 4576 Stunden ihrer Freizeit hätten die 48 Kameraden aus der Einsatzabteilung bisher in diesem Jahr im Sinne der Allgemeinheit geopfert, fasste Stadtbrandmeister Manfred Staps zusammen. Darunter fallen 2381 Ausbildungsstunden, aber auch 72 Einsätze. Die Kameraden der Stützpunktfeuerwehr wurden zu 58 Hilfs- und 14 Brandeinsätzen alarmiert. Staps dankte nicht nur den Angehörigen für ihr Verständnis, sondern auch den Geschäftsführern jener Firmen, die die Kameraden im Einsatzfall von der Arbeit freistellen. Einen besonderen Dank sprach er Peter Orosz aus, der seit 20 Jahren für den Feuerwehrverein im Triptiser Stadtrat sitzt und dort die Interessen der Kameraden vertritt.

Peter Cissek / 29.11.10 / OTZ
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